Freitag, 23. Februar 2007

Fasan im Ruhrpott

geschrieben von Schmalle

Mein Studium ist ja nun schon seit einiger Zeit vorbei und es begann am 01.12. für mich wieder einmal der Ernst des Lebens und ich trat in das Arbeitsleben ein. Nun sieht es fast so aus, als würde ich bis zum Erreichen der Rente durcharbeiten, allerdings wird sich das ja noch zeigen.

Mein neuer Wohn- und Arbeitsort ist Kaarst, was in der Nähe von Düsseldorf liegt und somit am Rande des Ruhrpotts. Ich als Landei habe mir das natürlich erstmal alles viel schlimmer vorgestellt, es ist also nicht nur Industrie dort. Aber letztes Wochenende war ich dann doch etwas überrascht. Am Morgen des 18.02. saß ich in Kaarst an meinem Rechner, das Fenster zum Hof war offen und ich wurde lauthals auf etwas im Hof aufmerksam gemacht. Dieses Etwas war ein Fasan, der schreiend unter meinem Balkon spazieren ging. Selbst als ich später auf den Balkon gegangen bin, ist er nicht sehr weit geflüchtet.

Mal ganz ehrlich: hättet ihr mit sowas im Ruhrpott (gut, am Rande des Ruhrpotts) gerechnet? Ich jedenfalls nicht und darum war ich auch sehr erstaunt. Leider habe ich in Kaarst keine vernünftige Kamera, sodass ich ein Foto nur mit meinem Handy machen konnte, aber man kann ihn erkennen.

fasan-auf-dem-hof.jpg
Das andere Bild ist auch mit dem Handy gemacht und zwar auf meinem morgentlichen Weg zur Arbeit.

kaarst-am-morgen.jpg
Der Link zum Fasanbild klappt scheinbar nicht. Ich habe beide Bilder hier noch einmal reingestellt: https://fotoalbum.web.de/gast/stefan-schmalz/Kaarst

Montag, 15. Januar 2007

Aufdringliche Krähe und Frühling im Januar

geschrieben von Astan

Bereits im letzten Jahr hatten wir das Problem, daß eine sehr aufdringliche Krähe die Fenster in der ersten Etage unseres Hauses attackierte. Es war so Ende März bis Mitte April in der sich der schwarze Vogel schreiend und klopfend bemerkbar machte. Ich habe damals über dieses Phänomen auch mit einem Hobbyornithologen gesprochen und der meinte, daß es mit den Spiegelungen in der Fensterscheibe zu tun haben könnte. Irgendwann Ende April hatte die Krähe es dann eingesehen und die Fenster in Ruhe gelassen. Vor zwei Tagen nun, hat es wieder begonnen. Ich schätze mal, daß es sich um den gleichen Vogel wie im letzten Jahr handelt (so genau kann ich das nicht erkennen). Mal sehen wann das verrückte Federvieh es diesmal einsieht.

Heute als sie wieder klopfte, habe ich auch versucht ein Foto von der Situation zu machen, aber sowie sie mich sah, flog sie sofort in den nächsten Baum und krächzte. Da war ich mit dem Auslöser nie schnell genug.
So habe ich dann, wo ich schon mal mit Kamera ums Haus lief, ein paar Bilder der frühlingshaften Garteneindrücke gemacht. Vielleicht schaffe ich es auch die nächsten Tage die Krähe vernünftig vor die Linse zu bekommen. Dann stelle ich die Bilder hier auch noch ein.

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Freitag, 12. Januar 2007

Die Trolle von Christoph Hardebusch

geschrieben von Astan

Nachdem ich schon die Zwergen-Trilogie von Markus Heitz angefangen hatte, war bei mir nun zwischendurch der Roman “Die Trolle” von Christoph Hardebusch aus der Reihe um die Geschöpfe und Völker der Welt J.R.R. Tolkiens einige Abende auf meinem Nachtschrank. Schon allein des Titels wegen drängte es sich mir auf über dieses Buch hier im Trollskogen zu schreiben.

In der Fantasy-Literatur werden die Trolle, wenn überhaupt, meist nur am Rande als dumme, gewalttätige und häßliche Bestien dargestellt. Um so mehr war ich neugierig darauf, einen Roman zu lesen, in dem diese Geschöpfe in einem Hauptteil der Handlung involviert sind. Etwas ernüchtert war ich dann aber, als ich beim Lesen feststellte, daß doch nicht Trolle sondern Menschen die entscheidenden Charaktere darstellen.

Die Rahmenhandlung ist schnell erklärt. Im Land Ardoly wird das dort heimische Menschenvolk der Wlachaken von Besatzern, den Menschenvolk der Masriden unter Führung des gewalttätigen Herrschers Zorpad, unterdrückt. Gleichzeitig tobt unter der Erde auch ein Kampf zwischen Trollen und Zwergen. Eine scheinbare Verquickung der Machenschaften zwischen den Masriden und den Zwergen führt zu einer unfreiwilligen Zweckgemeinschaft zwischen dem Anführer einer wlachakischen Rebellenbewegung mit Namen Sten sowie einer Gruppe von Trollen um deren Anführer Druan und dem gewaltigen Trollkrieger Pard, welche dem unheilvollen Bündnis ihrer Feinde ein Ende setzen wollen.

Die ungleiche Gruppe hat zusammen einige brisante Abenteuer zu bestehen und dabei treten immer wieder die großen Unterschiede zwischen der Mentalität und dem Denken der Menschen und Trolle zu tage. Die eher pragmatischen Handlungsweisen der Wesen aus der Erde sind dabei vom Autor besonders gut herausgerabeitet. Es ergeben sich daraus einige lustige Wortwechsel und heitere Situationen, aber auch traurige und bedrückende Momente. Der Roman liest sich recht flott und bietet gute Unterhaltung. Immer wenn die Trolle besonders viel Anteil an der Handlung hatten, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Stellenweise fand ich aber den weiteren Fortlauf der Geschichte etwas zu durchschaubar. Auch gibt es einige Dinge in der Handlung, welche nicht schlüssig und unlogisch sind. So ist z.B. das Laufen bei Nacht quer durch einen Wald für Menschen nicht so einfach möglich wie es in der Geschichte scheint und auch ist es im Dunkeln eigentlich nicht möglich weit entfernte Einzelheiten noch genau zu erkennen. Das Ende mit der obligatorischen finalen Schlacht war mir dann auch zu konstruiert und holprig.

Alles in allem ist es aber ein guter Roman, den ich streckenweise regelrecht verschlang und der mich in eine trollige Welt entführte. Dieses Buch hat Lust auf mehr gemacht und ich hoffe auf eine Fortsetzung - dann mit noch mehr Abenteuern von Sten und den Trollen Druan und Pard sowie deren Verwandschaft aus den Gebeinen der Erde.

Dienstag, 26. Dezember 2006

Deutschland, ein Wintermärchen

geschrieben von Thorhall

Nachtens wards vor dunklem Himmel
in der Elbe nahen Wald
Volke sprach mit fester Stimme
tat am Lagerfeuer halt
danke sprach man für das Jahre
was vergangen ward vorher
einige erlebten Gutes,
anderen wards Jahr sehr schwer
Durch die Flammen brannten Fackeln
weit hinaus den Feuerschein
zu erleuchten neuen Kreises
in das Schwarz der Nacht hinein
Licht floss eilig in das dunkle,
finste, abgeschlossne Jahr
und mit feurig Lanzenstosse
es ein neues dann gebar.
Mit viel Ehr und gutem Worte
Freundeskreis den Tag genoss
und mit Met und bratend Fleische
feierlich den Abend schloss.

20061221_15.jpg
Mittwoch, 20. Dezember 2006

Bedrohte Wörter

geschrieben von Astan

Auf den Internetseiten der Tagesschau kann man unter Tagesschau.de seit gestern über das “schönste bedrohte Wort” abstimmen. Fünf bedrohte Wort-Kandidaten haben es ins Finale geschafft. Mal sehen welches das Rennen macht.

Ich selber habe für “Schlüpfer” gestimmt, da ich so etwas meine ganze Kindheit und Jugend um den Arsch hatte. Heute trage ich laut Handelsbezeichnung meist “Shorts”, aber eigentlich sind es auch nur ordinäre Schlüpfer in “modernem” Sprachgewand.

Dem “Groschen” hätte ich meine Stimme auch gern gegeben, aber da man nur eine Stimme hat, war mir das Hemd (in diesem Fall eher der Schlüpfer) näher als die Brieftasche. Außerdem finden sich in letzteren bei mir nur noch Euros bzw. Cents. Für mich steht der Groschen eigentlich ausschließlich für das 10 Pfennig Stück, für welches man im Geschäft auch mindestens einen Lutscher (eigentlich auch so ein bedrohtes Wort) bekommen hat. Was bekommt man dagegen schon für 10 Cent?

So ist es wohl, daß Dinge die aus unseren Alltag verschwinden auch ein Verschwinden der damit assoziierten Begriffe nach sich zieht. Ich habe vor einiger Zeit im Fernsehen einen Bericht über einen der letzten “Mollenhauer” gesehen. Viele werden noch nicht einmal wissen was eine “Molle” ist - da verwundert es nicht, daß das Handwerk des “Mollenhauer” noch vor der letzen “Molle” ausstirbt und mit ihr auch alle Begriffe die in direkter sprachlicher Verbindung mit diesem Gefäß stehen.

Freitag, 1. Dezember 2006

Gegrüßt seist du, Wanderer…

geschrieben von Astan

hier im Trollskogen-Blog - der erst seit wenigen Augenblicken in der diesseitigen Welt aufgetaucht ist. Niemand weiß wie lange er nun hier an dieser Stelle verweilen wird und welche Geschichten in ihm erzählt werden, welche Geheimnisse es zu entdecken geben wird und wer sich am Ende in ihm verliert.

Nun denn Wanderer, komm wieder und entdecke die ganz eigene Welt des Trollwald-Blog…